Kunstturnerinnen Zürich-Oerlikon


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Liechtensteinische Landesmeisterschaften 2009, Eschen

Am letzten Samstag nahmen 8 Turnerinnen aus unseren Reihen am gut besetzten Wettkampf in Eschen in Lichtenstein teil. Dieser Wettkampf war für unsere Turnerinnen freiwillig. Kaory im P1, Romina und Nina im P2, Fabienne im P3 und Nadia, Lorena, Eveline und Alexandra im P5 stellten sich dieser Herausforderung. Ein Teil fuhr bereits am Freitagabend nach Eschen, um dort im Hotel zu übernachten, da die P3er sich bereits um 7 Uhr in der Früh zum Einturnen einfinden mussten.

Hier ein kleiner Bericht von Fabienne zu ihrem Wettkampf:

Wie jedes Jahr gefiel mir das Hotel am besten. Doch dieses Mal gab es noch etwas Zweites: Kaory . Sie ist eine unserer sieben P1 Turnerinnen, war an diesem Wettkampf jedoch die einzige, welche startete. Da ihre Eltern sie nicht fahren konnten, durfte sie mit uns schon am Vorabend ins Hotel. Ich musste am Samstagmorgen früh aufstehen, deshalb konnte sie nicht mit mir im Zimmer schlafen.
Nach meinem letzten Gerät, dem Boden, welchen ich übrigens Kaory widmete, beschäftigte ich mich zweieinhalb Stunden lang mit ihr. Es machte mir Spass, wieder einmal meine spielerische Seite zu zeigen.Etwa eine halbe Stunde vor ihrem Treffpunkt machte ich ihr eine Frisur mit von Kaory gewünschtem farbigem Glitzer.
Während dem Einturnen von Kaory hatte ich Rangverkündigung. Ich war mit meinem Wettkampf zufrieden. Zwar waren die Kamprichterinnen streng und es waren nicht meine Bestleistungen, aber trotzdem kam ich auf ein Endresultat von 40.1 Punkten und wurde 11. von 38 Turnerinnen. Damit holte ich mir noch die neuntletzte Auszeichnung. Mein Ziel jedenfalls, eine Auszeichnung zu holen, gelang mir locker!
Anschliessend an meine Rangverkündigung war ich als Fan von Kaory tätig. Gut zureden und loben von der Tribüne aus war angesagt. Auch ihr gelang der Wettkampf gut, wäre da nicht diese Pirouette am Balken gewesen, bei welcher sie zitterte. Trotz allem war ihr die Lust zum spielen immer noch nicht vergangen. Deshalb auch verständlich, weshalb sie schon während des Wettkampfes unserer P2 Turnerinnen einschlief. Kurz erwachte sie nochmals, doch im Auto auf der Heimfahrt war dann endgültig Schluss. Friedlich schlief sie an meiner Schulter ein. Nach diesem anstrengenden aber lustigen Tag schlief dann auch ich ein.

Es folgten anschliessend die P5er.
Zürich-Oerlikon hatte das Vergnügen, zum ersten Mal Alexandra Stiefel an einem Wettkampf betreuen zu dürfen. Sie hat 12 Jahre in Windisch geturnt, gab dann den Austritt aus Windisch. Sie musste aber feststellen, dass ihr das Turnen und die Wettkämpfe fehlen. Da sie zur Zeit ausbildungshalber in Winterthur wohnt, hat sie nun den Kunstturnsport bei uns wieder aufgenommen und sich bereits für die Wettkämpfe angemeldet. Somit war Eschen für sie ihr Einstiegswettkampf und Standortbestimmung in der Saison.
Sie hat sich bei uns extrem schnell und unkompliziert eingelebt und wir wünschen ihr für die weiteren Wettkämpfe viel Glück und ein gutes Gelingen und hoffen, dass es ihr bei uns auch gut gefällt.

Einige Eindrücke zum Wettkampftag von Nadia:

Voller Vorfreude aber auch ein wenig Nervosität marschierten wir zum ersten Gerät, dem Balken. Ich turnte eine solide Leistung. Der Höhepunkt dieses Gerätes setzte allerdings mit Abstand Eveline, die nach vielen strengen Trainings endlich mal ihre wunderschöne Übung durchturnen konnte. Kurz darauf folgte der Boden, der zu unseren Gunsten „gut spickte“. Diesen Vorteil haben wir alle genutzt, allen voran Lorena, die nach längerer Zeit endlich wieder mal ihre ganze Schraube stehen konnte. Auch ich habe meine Übung gut gemeistert. Nur meine gymnastischen Sprünge waren nicht ganz überzeugend, was mich in der B-Note sicher einige Zehntel gekostet hat. Am Sprung hingegen bin ich besonders zufrieden mit mir: ich habe mit einem nicht allzu hohen Ausgangswert dank einem super Sprung eine 11.40 bekommen. Somit war ich von insgesamt 15 Turnerinnen die 4. Beste am Sprung. Am Schluss kam dann noch der Barren. Für uns immer ein nicht einfaches Gerät, weil das Wertungssystem viel Können erfordert. Trotzdem zeigten wir gute Leistungen, die jedoch wegen kleinen Unsauberkeiten nicht sehr hoch bewertet wurden. Meine Note beispielsweise sank im Vergleich zum letzten Wettkampf um 2 Punkte. Im Grossen und Ganzen bin ich aber trotz kleinen Fehlern ganz zufrieden mit meiner Leistung und ich weiss jetzt, woran ich noch arbeiten kann bzw. muss. Der schönste Teil stand aber noch bevor: die Rangverkündigung. Dort ist vor allem wieder mal aufgefallen, wie viele P5- Turnerinnen wir haben. Gefreut hat mich aber am meisten, dass es zum Schluss noch für eine Auszeichnung gereicht hat; ich kann mit meinem 6. Schlussrang zufrieden sein.

Kaory als einzige P1 – Turnerin von uns hielt sich im starken Teilnehmerfeld ganz gut. Sie turnte zum ersten Mal den schwierigen Krafthandstand in ihrer Bodenübung und absolvierte einen guten Wettkampf. Sie hat noch sehr viel Potenzial, das ausgeschöpft werden kann. Nur ganz knapp verpasste sie einen Auszeichnungsrang.


Am Abend starteten dann noch Romina und Nina im P2. Beide hinterliessen einen sehr guten Eindruck. Sie zeigten an jedem Gerät ihr Bestes und diesmal war auch am Balken eine deutliche Steigerung zu sehen. Mit schönen Bodenübungen rundeten sie ihren Wettkampf ab und waren sichtlich zufrieden mit dem Geleisteten.

Hier ein paar Gedanken dazu von Nina (11 Jahre):
„Ich bin froh, dass ich an dem Wettkampf teilgenommen habe, weil er mir echt Spass gemacht hat und die Halle auch gross war. Ich war auch ziemlich zufrieden mit mir. Zwar ist mir der Sprung, mit dem ich begonnen habe, ein wenig misslungen. Dafür war ich am Barren, dem zweiten Gerät, ziemlich gut. Auch am Balken lief es mir eigentlich gut, ausser dass ich leider wieder einen Sturz hatte. Und am Schluss, bei der Bodenübung, gelang fast alles. Nur der Rondat-Flic hätte etwas schöner sein können.“

Zu später Stunde kurz vor Mitternacht und ziemlich müde vom ganzen Tag waren dann alle wieder zu Hause.




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